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Die drei Ferrari GTO Modelle von 1962 – 2010

von 1962, 1984 und 2010

Ein Ferrari GTO ist schon sehr selten. Ferrari hat nur drei verschiedene Modelle in den Jahren 1962, 1984 und 2010 produziert. Der Ferrari 250 GTO feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. Liebhaber zahlen heute über 20 Millionen EUR für einen 250 GTO. Der 250 GTO ist ein reinrassiger Rennwagen von dem nur 38 Stück gefertigt wurden. Der 300 PS starke Oldtimer mit Frontmotor hört sich an wie ein reinrassiger Rennwagen. Keinerlei Geräuschdämmung filtert den Motorsound. Erst 1984 wird ein Nachfolger mit dem Namen GTO „ohne Namenzusatz“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt ist der 250 GTO schon kein Schnäppchen mehr. Optisch könnte man als Laie den GTO mit dem deutlich günstigeren 308 GTB verwechseln, doch ein Kenner entlarvt ihn sofort an den aufgeblähten Kotflügeln und am längeren Radstand. Der Motor sitzt im Heck tief unten und dahinter liegt das Getriebe frei. Diese Konstruktion verleiht dem GTO seine unverkennbare Heckansicht. Er klingt leicht metallisch hochfrequent und stellvertretend für das, was man heute den typischen Ferrari-Sound der Achtziger nennt. Wie in einem Rennwagen kommt man sich hier nicht vor, eher wie in einem Super-GT mit bequemen Ledersitzen und mit einem mit samtartigem Stoff bezogenen Armaturenbrett. Auf den nächsten GTO mit dem Namen 599 GTO müssen die Ferraristi lange warten. 2010 erscheint die Extremversion des 599 GTB Fiorano, ein infernalisch brüllender Supersportler mit 670 PS und einem V12 Aggregat unter der Fronthaube. Der Zwölfzylinder stammt aus dem Enzo und hat sechs Liter Hubraum. Gegen ihn sehen die beiden Vorgänger klein und schmächtig aus. Der 599 GTO ist aber trotz seiner Größe und seines beträchtlichen Gewichts von 1600 Kg eine echte Fahrmaschine. Die 599 Stück sind schnell vergriffen, doch anders als bei seinen Vorgängern bleibt der Wertzuwachs bislang aus.

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